Apropos

Diplomarbeit: Experimentelle illustrative und typografische Inszenierung lyrischer Texte.

Alltag. Du befindest dich inmitten von Gewöhnlichem und Gewohntem. Alles ist wie immer. Nichts Aufregendes, nichts Auffälliges, nichts Unbekanntes. Alles ist, was es ist. Doch änderst du deinen Blickwinkel und schärfst deine Wahrnehmung für Details, blitzt plötzlich Unerwartetes auf: Dir offenbart sich eine neue, facettenreiche Wirklichkeit, und du beginnst zu staunen. Zeitgenössische Haiku, Kurzgedichte, die jenen intensiv erlebten Momenten in scheinbar ganz banalen Situationen auf eine subtile Art Gestalt verleihen, bilden den Ausgangspunkt meiner Arbeit; ich habe die Texte visuell interpretiert: Es entstanden Illustrationen, die in einem von mir konzipierten Buch zusammen mit den Haiku des Autors Daniel Dölschner eine Synthese bilden und neue, unerwartete Sinnebenen schaffen können. In einem experimentellen zeichnerischen Prozess habe ich nach einer Ausdrucksform gesucht, welche die Intensität, Flüchtigkeit und Einmaligkeit der in den Texten beschriebenen Situationen widerspiegelt. Die Monotypie hat sich dabei als die perfekte Technik erwiesen. Es handelt sich um ein graphisches Verfahren, das nur einen einzigen Abdruck ergibt. Jeder Druck ist somit ein Unikat, genau wie jeder Moment im Leben einmalig und nicht wiederholbar ist.

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